Referentinnen und Referenten
Erfahrene Referentinnen und Referenten aus der Bundesverwaltung und aus dem Hochschulbereich stellen Ihnen aktuelle KI-Anwendungen vor und berichten, wie sich das Arbeitsumfeld dadurch ändert, welche Herausforderungen es zu beachten gilt und wie die weitere Entwicklung aussehen könnte. Informieren Sie sich, fragen Sie nach und diskutieren Sie mit. Unsere Referentinnen und Referenten freuen sich auf den Austausch mit Ihnen.
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Janek Blankenburg (Product Owner der TIA-Plattform für Textbasierte Intelligente Assistenten (TIA))
Janek Blankenburg hat an der Technischen Universität München (TUM) und dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) Informatik mit einem Fokus auf Natrual Language Processing studiert. Seit 2022 ist er als AI Engineer Teil des Service and Community Center for Artifical Itelligence (SCAI) der Deutschen Bundesbank. Im Rahmen dieser Tätigkeit leitet er seit Mitte 2023 als Product Owner die Entwicklung und den Ausbau einer Plattform für Textbasierte Intelligente Assistenten (TIA-Plattform), die seit Juni 2024 generative KI-Modelle innerhalb der Bundesbank bereitstellt.
"Generative KI in der Praxis: Wie Mitarbeitende der Bundesbank ihre Arbeitswelt neu gestalten"
Die Deutsche Bundesbank betreibt ihre selbstentwickelte Plattform für Textbasierte Intelligente Assistenten (TIA) seit mehr als einem Jahr im produktiven Einsatz. Diese TIA-Plattform ermöglicht es allen Mitarbeitenden, eigene generative KI-Assistenten zu erstellen, individuell anzupassen und organisationsweit zu teilen. Praxisnahe Einblicke und Erfahrungen stehen im Mittelpunkt des Vortrags: Wie verändert generative KI den Arbeitsalltag und die Zusammenarbeit? Welche neuen Kompetenzen und Arbeitsweisen entstehen? Welche Impulse ergeben sich daraus für unsere digitale Transformation? Was sind Erfolgsfaktoren und Herausforderungen beim Einsatz von Generativer KI in der Verwaltung?
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Andreas Brickmann (Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung – Referat KI Bund)

Andreas Brickmann hat einen Master in Verwaltungswissenschaften. Er ist seit 2016 im Kontext der Verwaltungsdigitalisierung bei Bundesministerium unterwegs und ist aktuell in der Projektgruppe für Künstliche Intelligenz zuständig für die ressortübergreifende Koordinierung und Weiterentwicklung der KI-Plattform KIPITZ.
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Dr. Derya Catakli, LL.M. (Referentin, BSI)

Dr. Derya Catakli, LL.M. ist Referentin beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und externe Lehrbeauftragte an der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften in Speyer. Ihr interdisziplinärer Lehr- und Forschungsschwerpunkt liegt im Themenbereich der Verwaltungsmodernisierung und -digitalisierung mit besonderem Fokus auf Kompetenzmanagement.
"KI-Kompetenzen – was die Verwaltung wirklich für den Umgang mit KI braucht!"
Anwendungen und Systeme mit KI-Komponenten halten längst in allen Ebenen der Verwaltung Einzug. Ein verantwortungsbewusster, reflektierter Umgang mit KI-Systemen ist indes unerlässlich und seit Inkrafttreten der europäischen KI-Verordnung gesetzliche Pflicht: Verwaltungsbedienstete müssen entsprechend Artikel 4 KI-VO bei Betrieb und Nutzung von KI-Systemen über die dafür nötigen Kompetenzen verfügen. Welche dies sind und wie KI-Kompetenzen systematisch bestimmt und rollenspezifisch aufgebaut werden können, wird im vorliegenden Beitrag beleuchtet.
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Philipp Csistian (TU München)
Philipp Csistian ( TU München)

Philipp Csistian studierte zunächst Betriebswirtschaftslehre an der Technischen Universität München und sammelte erste Berufserfahrung im Bereich Private Equity. Seine Bachelorarbeit über eine digitale Matchingplattform führte ihn zur Informatik, in der er ebenfalls seinen Master an der TUM absolvierte. Währenddessen arbeitete er bei Amazon und AWS an der Schnittstelle von Technologie und Business. Philipp Csistian ist Mitgründer von OneTutor.
"Onetutor: KI als persönlicher Tutor und zur Erstellung interaktiver Lernumgebungen"
OneTutor ist ein KI-gestütztes Lernsystem, das speziell auf einzelne Lehrveranstaltungen angepasst wird. Studierende führen individuelle Gespräche mit einem digitalen Tutor und erhalten interaktive Quizformate zur Selbstüberprüfung. Lehrende behalten dabei die didaktische Kontrolle und erhalten anonymisierte Einblicke in Verständnisprobleme. Stand 19. Juli wird OneTutor an über 20 Hochschulen von über 11.000 Studierenden genutzt. Dabei wurden über 170.000 Chatnachrichten verschickt, über 270.000 Quizfragen gelernt und mehr als 36.000 KI-generierte Fragen von Professorinnen und Professoren kuratiert.
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Carmen Dencker (Data Scientistin, KI-KC, Bundesdruckerei)

Carmen Dencker arbeitet als Data Scientistin im KI-Kompetenzcentrum (KI-KC) für die öffentliche Verwaltung. Angesiedelt in der Innovations-Abteilung der Bundesdruckerei erschließt das KI-KC Potenziale von KI durch prototypische Umsetzung. Besonderes Merkmal ist, dass Nutzende eng in den Entwicklungsprozess einbezogen werden, um Verständnis und Vertrauen in KI aufzubauen. Carmen Dencker hat einen interdisziplinären Hintergrund in Data Science, Psychologie, Wirtschaftsinformatik und Sozialwissenschaften. Als ausgebildete systemische Business Coach weiß sie, wie wichtig der Perspektivwechsel im menschlichen Miteinander und auch im Zusammenspiel von Mensch und künstlicher Intelligenz ist.
"Potenziale kleiner Sprachmodelle für eine nachhaltige und lokale Verarbeitung sensibler Daten"
Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt darin, die Potenziale von kleinen Sprachmodellen durch gezielte Anpassungen zu erschließen. Im Gegensatz zu großen Sprachmodellen ermöglichen kleine Modellen den Betrieb auf lokalen Endgeräten. Nutzende können sensible Daten so direkt verarbeiten. Zudem sind kleine Modelle durch ihren geringeren Ressourcenverbrauch nachhaltiger, können aber für spezialisierte Aufgaben teilweise auch bessere Ergebnisse wie große Modelle erbringen.
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Dr. Dominique Dresen (Referent, BSI)

Referat D 11 - Bewertungsverfahren für Anwendungen von elD-Technologien Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Dominique Dresen hat Physik an der RWTH Aachen studiert und in physikalischer Chemie an der Universität zu Köln promoviert. Er arbeitet seit 2020 im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik im Referat D11 "Bewertungsverfahren für Anwendungen von elD-Technologien" unter anderem als Teil des Biometrie-Evaluations-Zentrums. Der Fokus in der Arbeit liegt dabei unter anderem in der Frage wie biometrische Systeme, wie z.B. Gesichtserkennungssysteme, auf ihre Überwindungssicherheit gegenüber Deepfakes geprüft werden können."Automatische Manipulation von medialen Identitäten ("Deepfakes")"
Es wird die Nutzung von KI zur Manipulation der Identität in Audio- und Videodaten sowohl in Echtzeit wie in Offline-Fällen diskutiert. Ebenso wird auf die (KI-basierten) Gegenmaßnahmen eingegangen und welche Herausforderungen bei diesen bestehen.
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Kai Foerster (Referat Z D 4 | Projekt KI@BMF)

Kai Foerster ist Referent im Bundesministerium der Finanzen (BMF) und arbeitet im Projekt KI@BMF, das die hausweite KI-Plattform KIPITZ weiterentwickelt und die KI-Strategie des BMF umsetzt. Er hat einen Masterabschluss in Volkswirtschaftslehre von der University of Warwick sowie einen Master in Data Science von der Hertie School. Vor seiner Tätigkeit im BMF war er bei der Europäischen Zentralbank und am RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung tätig.
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Prof. Dr. Norbert Frick (Professor für Wirtschaftsinformatik an der Hochschule der Deutschen Bundesbank)
Norbert Frick hat Informatik mit Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik an der Universität Koblenz-Landau studiert und in Wirtschaftsinformatik an der Universität Koblenz-Landau promoviert. Er hat in vorherigen Tätigkeiten unter anderem bei der Debeka und der Unternehmensberatung CONET gearbeitet. Seit 2020 ist er als Professor für Wirtschaftsinformatik an der Hochschule der Deutschen Bundesbank tätig. Seine Lehr- und Forschungstätigkeiten sowie seine Projektunterstützung in der Bank fokussieren sich auf Prozessdigitalisierung, Datenmanagement und Einsatz von KI. Als Mitglied des Nationalen E-Government Kompetenzzentrums (NEGZ) engagiert er sich unter anderem in dem Arbeitskreis Low-code/ No-code für die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung.
"Generative KI in der Praxis: Wie Mitarbeitende der Bundesbank ihre Arbeitswelt neu gestalten"
Die Deutsche Bundesbank betreibt ihre selbstentwickelte Plattform für Textbasierte Intelligente Assistenten (TIA) seit mehr als einem Jahr im produktiven Einsatz. Diese TIA-Plattform ermöglicht es allen Mitarbeitenden, eigene generative KI-Assistenten zu erstellen, individuell anzupassen und organisationsweit zu teilen. Praxisnahe Einblicke und Erfahrungen stehen im Mittelpunkt des Vortrags: Wie verändert generative KI den Arbeitsalltag und die Zusammenarbeit? Welche neuen Kompetenzen und Arbeitsweisen entstehen? Welche Impulse ergeben sich daraus für unsere digitale Transformation? Was sind Erfolgsfaktoren und Herausforderungen beim Einsatz von Generativer KI in der Verwaltung?
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Jens Gehres (Leiter der Abteilung Projekte, Basisdienste und Querschnittsverfahren des ITZBund)

Jens Gehres leitet eine Abteilung für Softwareentwicklung beim ITZBund, dem zentralen IT-Dienstleister der Bundesverwaltung. In den letzten Jahren lag sein Schwerpunkt auf der Leitung und Durchführung von IT-Konsolidierungsprojekten innerhalb der Bundesverwaltung. Diese Projekte umfassten unter anderem die Modernisierung von Personalverwaltungssystemen der Bundesfinanzverwaltung sowie die IT- Konsolidierung Bund, einschließlich der IT-Betriebskonsolidierung und der Dienstekonsolidierung. Die gewonnenen Erfahrungen aus diesen Vorhaben flossen maßgeblich in die Entwicklung und Bereitstellung von KIPITZ, dem KI-Portal der Bundesverwaltung, ein. Mit KIPITZ wird der Bundesverwaltung die Möglichkeit eröffnet, generative KI operativ zu nutzen.
"KIPITZ: KI-Portal der Bundesverwaltung"
KIPITZ dient als Plattform und Portal für Anwendungsfälle, die auf generativer Künstlicher Intelligenz basieren. Es bietet ein standardisiertes, jedoch behörden-spezifisches Portal, das KI-basierte Anwendungen und die dazugehörige KI-Infrastruktur umfasst. Darüber hinaus stellt KIPITZ Integrationsmöglichkeiten über Schnittstellen bereit, sodass Behörden ihre eigenen IT-Lösungen nahtlos an KIPITZ anbinden können. Die Bereitstellung erfolgt entweder on-premises oder über eine Public Cloud. KIPITZ ist zudem für die Verarbeitung von nach VS-NfD eingestuften Daten zugelassen.
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Christin Höppner (Generalzolldirektion – Referat DVI.A.2 – Innovationsmanagement)

Christin Höppner verantwortet als Referentin bei der Generalzolldirektion (GZD) das IT-Innovationsmanagement der Zollverwaltung. Seit 2021 treibt sie die digitale Transformation aktiv voran, indem sie gezielt Einsatzpotentiale für innovative Technologien im Zollumfeld identifiziert und in konkrete Projekte überführt.
Mit einem Masterabschluss in Wirtschaftswissenschaften und einem Blick für technologische Entwicklungen setzt sie gemeinsam mit ihrem Team nutzerzentrierte Lösungsansätze für komplexe fachliche Anforderungen um. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz.
"KIPITZ: KI-Portal der Bundesverwaltung"
KIPITZ dient als Plattform und Portal für Anwendungsfälle, die auf generativer Künstlicher Intelligenz basieren. Es bietet ein standardisiertes, jedoch behörden-spezifisches Portal, das KI-basierte Anwendungen und die dazugehörige KI-Infrastruktur umfasst. Darüber hinaus stellt KIPITZ Integrationsmöglichkeiten über Schnittstellen bereit, sodass Behörden ihre eigenen IT-Lösungen nahtlos an KIPITZ anbinden können. Die Bereitstellung erfolgt entweder on-premises oder über eine Public Cloud. KIPITZ ist zudem für die Verarbeitung von nach VS-NfD eingestuften Daten zugelassen.
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Thomas Kraus (People Lead / IT Innovation & Trend Management)
Thomas Kraus (People Lead / IT Innovation & Trend Management)
Thomas Kraus ist seit April 2020 Teil des Führungsteams der Explorativen IT, der ersten vollständig agil arbeitenden Abteilung der Deutschen Bundesbank im Zentralbereich IT. Hier verantwortet die strategische Führung im Bereich IT Innovation & Trend Management. Neben seiner Erfahrung zur Führung in Teamarbeit beschäftigt er sich in der Praxis mit Zukunftstechnologien und dem Dreiklang der Entwicklung digitaler Lösungen, zusammen mit der Kompetenzentwicklung der Beschäftigten und der Gestaltung dazu geeigneter organisatorischer Strukturen. Seit 2016 engagiert er sich für das Innovationsmanagement in der Deutschen Bundesbank und wirkte maßgeblich am Aufbau der heutigen Innovationsumgebung der Deutschen Bundesbank mit.
"Generative KI in der Praxis: Wie Mitarbeitende der Bundesbank ihre Arbeitswelt neu gestalten"
Die Deutsche Bundesbank betreibt ihre selbstentwickelte Plattform für Textbasierte Intelligente Assistenten (TIA) seit mehr als einem Jahr im produktiven Einsatz. Diese TIA-Plattform ermöglicht es allen Mitarbeitenden, eigene generative KI-Assistenten zu erstellen, individuell anzupassen und organisationsweit zu teilen. Praxisnahe Einblicke und Erfahrungen stehen im Mittelpunkt des Vortrags: Wie verändert generative KI den Arbeitsalltag und die Zusammenarbeit? Welche neuen Kompetenzen und Arbeitsweisen entstehen? Welche Impulse ergeben sich daraus für unsere digitale Transformation? Was sind Erfolgsfaktoren und Herausforderungen beim Einsatz von Generativer KI in der Verwaltung?
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Angelique Kroll (Project Office Managerin, KI-KC, Bundesdruckerei)

Angelique Kroll arbeitet als Project Office Managerin im KI-Kompetenzcentrum (KI-KC) für die öffentliche Verwaltung. Angesiedelt in der Innovations-Abteilung der Bundesdruckerei erschließt das KI-KC Potenziale von KI durch prototypische Umsetzung. Angelique Kroll hat Informationstechnik in Berlin studiert und widmete sich bereits während des Studiums den Themen Robotik und KI. Im KI-KC sorgt sie unter anderem dafür, dass Zeit, Ressourcen und Budgets für die Projektvorhaben im Blick gehalten werden - und das stets an den Dynamiken von KI-Projekten angepasst. Neben den projektorganisatorischen Aufgaben unterstützte sie als Stakeholdermanagerin in einem Projekt im ministerialen Umfeld. Inhalt bildete die Entwicklung einer prototypischen KI-Anwendung, die auf der Basis eines Sprachmodells unter anderem umfangreiche Texte zusammenfasst und Schlagworte identifiziert.
"Werkstattbesuch KI-KC: Potenziale kleiner Sprachmodelle und Benchmarking von Modellen"
Gemeinsam mit den Teilnehmenden simuliert das KI-KC-Team in einem Werkstattbesuch anhand seiner Forschungsschwerpunkte wie ein KI-Anwendungsfall ins Leben gerufen wird. In einer kurzen Einführung erhalten die Teilnehmenden das notwendige fachliche Wissen für den folgenden Praxisteil: Wie nutze ich ein Benchmarking, um ein geeignetes Sprachmodell auszuwählen? Wie passe ich ein kleines Sprachmodell für sensible Anwendungsfälle an, das auf dem eigenen Endgerät läuft. Anhand der Aufgabe "Zusammenfassung von Texten" spielen wir praktisch durch, wie wir eine KI-Anwendung konzipieren können. Teilnehmende sind eingeladen, ihre konkreten Anwendungsfälle einzubringen, ihre Fragen zu stellen und mit zu diskutieren.
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Maximilian Maxa (GovTech)
"Chatbots in der Verwaltung: KI-gestützte Unterstützung für Beschäftigte und Prozesse"
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Dr. Iliya Nickelt (Chief Data Scientist, BMZ)

Iliya Nickelt ist "Chief Data Scientist" des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Er leitet die Projektgruppe Datenlabor, in der er mit einem interdisziplinären Team von Data Scientists Lösungen für eine moderne, datengetrieben Politikgestaltung entwickelt: Innovation und Information für eine Welt im Umbruch. Das BMZ-Datenlabor fokussiert sich dafür auf Kompetenz-Kurse zu Daten und KI, auf innovative Applikationen mit großen Sprachmodellen und die nötige Infrastruktur.
Iliya Nickelt hat Physik studiert und in Astrophysik am Potsdamer Sonnenobservatorium Einsteinturm promoviert. Als Postdoc hat er an einem Cloud-Vorläufer gearbeitet und Standards für international föderierte astronomische Datenbanken entwickelt und diese mit aufgebaut. Um den Jahrtausendwechsel war er einige Jahre in der Internet-Selbstregulationsorganisation "ICANN" aktiv."KIEZ - Eine KI für die Entwicklungszusammenarbeit"
KIEZ ist die Haus-KI des Entwicklungsministeriums (BMZ), mit spezifischen Erweiterungen für die Arbeit in Verwaltung und Entwicklungszusammenarbeit. Das System bietet mehrere leistungsfähige, große Sprachmodelle im Chat, mit vorformulierten Prompts und der Analyse von Dokumenten und Bildern, und mit Zugriff auf fachspezifische Datensammlungen. Besonderer Wert wurde beim KIEZ-Interface auf Erklärbarkeit und Nachvollziehbarkeit gelegt. KIEZ wird bei niedrigen Kosten DSGVO-konform auf einer Cloud innerhalb der EU betrieben. In der Vorstellung wird KIEZ erklärt und live vorgeführt, als Beispiel, wie KI erfolgreich in einer Behörde eingeführt werden kann.
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Dr. Kim Nguyen (Leitung Innovationsbereich, Bundesdruckerei)

Kim Nguyen studierte Mathematik und Physik an der Universität Göttingen, am Trinity College in Cambridge (UK) sowie der Universität/Gesamthochschule Essen. Im Jahre 2001 wurde ihm von der Universität/GH Essen (Lehrstuhl Prof. Dr. Gerhard Frey) der Doktortitel in reiner Mathematik für eine Arbeit zu den Zusammenhängen von klassischen zahlentheoretischen Problemen, elliptischen Kurven und kryptographischen System verliehen. Von 2001-2003 war er bei Phillips Semiconductors (jetzt NXP Semiconductors) in Hamburg beschäftigt, dort beschäftigte er sich maßgeblich mit der sicheren Umsetzung von asymmetrischen kryptographischen Algorithmen auf Smartcards. Seit 2004 ist er bei der Bundesdruckerei GmbH in Berlin tätig. Hier übernahm er unterschiedliche Aufgaben in den Bereichen Entwicklung und Marketing und war zudem an der Umsetzung des elektronischen Reisepasses sowie des neuen Personalausweises beteiligt. Im Juni 2012 übernahm er die Geschäftsführung der D-Trust GmbH. Im Mai 2015 wurde ihm der Titel "Fellow" verliehen. Im Jahr 2019 übernahm er zusätzlich die Leitung der Business Unit "Trusted Services" der Bundesdruckerei GmbH. Seit Januar 2023 leitet er den Innovationsbereich der Bundesdruckerei GmbH.
"Vertrauen in KI-Systeme ist essentiell"
Das Vertrauen in KI Systeme ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für den produktiven Einsatz von KI, nicht nur in der öffentlichen Verwaltung. Die Keynote beleuchtet die unterschiedlichen Facetten, aus denen Vertrauen in KI entsteht. Eine der wesentlichen Feststellungen dabei ist, dass Vertrauen nicht alleine nur aufgrund von technischen Eigenschaften und Prüfungen entstehen kann und wird.
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Anna Primavesi (Leiterin des Referates Zb3 I Agile Coach Organisationsmanagement, Digitale Transformation und Verwaltung, BMAS)
Anna Primavesi (Leiterin des Referates Zb3 I Agile Coach Organisationsmanagement, Digitale Transformation und Verwaltung, BMAS)

Anna Primavesi ist seit 2008 im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) tätig. Seit 2023 leitet sie im Tandem das Referat „Organisationsmanagement, Digitale Transformation und Verwaltung“ in der Zentralabteilung. Zentrales Aufgabengebiet ihres Teams ist die Binnendigitalisierung und die Optimierung des Wissensmanagements u.a. mit der Unterstützung von KI. Zuvor war sie u.a. im Kommunikationsstab, der Grundsatzabteilung und der Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft tätig. Sie hat Politikwissenschaft und Geschichte in Köln und an der FU Berlin studiert.
"KI-Einsatz für Beschäftigte im BMAS"
Das 2024 gestarteten Projekt "KI für das BMAS" hat zum Ziel, die Beschäftigten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) für die Nutzung von KI zu befähigen und sie für die Chancen und Risiken dieser Technologie zu sensibilisieren. Mithilfe von KI sollen ministerielle Prozesse effizienter und das digitale Wissensmanagement verbessert werden. Die technologische Innovation im Haus wird begleitet durch einen systematischen KI-Kompetenzaufbau der Beschäftigten. Die Aktivitäten werden flankiert durch eine "Community of Practice" im BMAS, in der sich Mitarbeitende laufbahnübergreifend austauschen, neue Anwendungen testen und ihr Wissen und Anwendungserfahrungen teilen können. Seit Anfang 2025 steht im BMAS der KI-Bot "KIBo" zur Verfügung. Mit "KIBo" können die Beschäftigten Zeit für aufwendiges Suchen im Intranet sparen. Auf Basis der Informationen im Intranet erstellt "KIBo" eine Antwort und zeigt auf, von welchen Seiten und Dokumenten die Informationen stammen. So können die Beschäftigten schnell und gezielt Auskünfte zu Themen wie Arbeitszeit, Urlaub oder Dienstvereinbarungen erhalten.
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Dr. Thomas Proisl (Referent und Data Scientist, BAMF)

Thomas Proisl ist promovierter Computerlinguist und seit 2022 als Referent und Data Scientist beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) tätig.
"Textanalyse durch KI: Das Assistenzsystem für Sicherheitsmeldungen"
Das Assistenzsystem für Sicherheitsmeldungen (ASM) unterstützt die Mitarbeitenden des BAMF bei der Erkennung sicherheitsrelevanter Sachverhalte in Asylanhörungen. Das System markiert mit Hilfe maschineller Lernverfahren potenziell relevante Textstellen in Anhörungsprotokollen, die dann durch Mitarbeitende bearbeitet, ergänzt oder verworfen werden können. Der Vortrag stellt das ASM vor und geht insbesondere auf das Monitoring des Systems sowie Maßnahmen zur Verhinderung von Bias ein.
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Robin Schäfer (Data Scientist, KI-KC, Bundesdruckerei)

Robin Schäfer arbeitet als Data Scientist im KI-Kompetenzcentrum (KI-KC) für die öffentliche Verwaltung. Angesiedelt in der Innovations-Abteilung der Bundesdruckerei erschließt das KI-KC Potenziale von KI durch prototypische Umsetzung. Besonderes Merkmal ist, dass Nutzende eng in den Entwicklungsprozess einbezogen werden, um Verständnis und Vertrauen in KI aufzubauen. Robin Schäfers Schwerpunkt liegt auf sprachlichen Themen, wie z. B. Question Answering, Zusammenfassungen oder dem Benchmarking von Sprachmodellen im Projekt MÖVE, hier mit besonderem Augenmerk auf den Governance-Aspekten Bias und Fairness. Er ist zudem Doktorand der Computerlinguistik an der Universität Potsdam. In seiner Dissertation beschäftigt er sich mit der automatisierten Erkennung von Argumentation im Text.
"MÖVE: Benchmarking von Sprachmodellen für die öffentliche Verwaltung"
MÖVE (Modelle für die öffentliche Verwaltung evaluieren) ist ein Framework, um Sprachmodelle zu bewerten: mit Blick auf ihre Leistung bei verwaltungsnahen Aufgaben, Ergebnisse in deutscher Sprache und Governance-Kriterien wie soziale Fairness, Halluzinationen (falsche oder irreführende Ergebnisse) und Konformität zur KI-Verordnung EU AI-Act. Ziel ist es, eine fundierte Entscheidungsgrundlage für den Einsatz von Sprachmodellen in der öffentlichen Verwaltung zu schaffen.
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Johannes Schenk (Referent, DWD)

Referent für Digitale Strategie und Services beim Deutschen Wetterdienst (DWD). Mitglied der Steuerungsgruppe des KI-Zentrums des DWD und Mitautor der Handlungsempfehlung zum Umgang mit generativer KI im DWD. Mitarbeit im Entwicklungsteam der DWD-KI-Bereitstellungsplattform „DAWID“, Erfahrung in der Leitung und Durchführung von Pilotprojekten wie KIPITZ und ChatGPT. Forschungsprojekt beim Finnischen Wetterdienst (FMI) mit Schwerpunkt KI-Agenten und Wetterdatenintegration in 2024 (Wetter-Chatbot Integration in interne Kommunikationsplattform). Vorhergehende Forschungstätigkeit im Bereich Information Systems (u.a. bei hessian.ai, dem hessischen Kompetenzzentrum für KI).
"DAWID gegen Goliath: Eine interne AI-Plattform für die souveräne generative KI"
Der Deutsche Wetterdienst entwickelt in seinem KI-Zentrum mit DaWiD eine Sprach-KI, die Vorhersager unterstützt, multimodal Wetterkarten automatisch beschreibt und weitere Prozesse durch KI-Anwendungen optimiert.
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Christin Süß (Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung – Referat KI Bund)

Christin Süß hat einen Master in Wirtschaftspsychologie mit dem Schwerpunkt Change Management und Leadership und auch eine Weiterbildung als Coach und Mediatorin. Sie war bislang in der freien Wirtschaft unterwegs und arbeitet seit Anfang diesen Jahres zum ersten Mal in der öffentlichen Verwaltung und aktuell noch in der Projektgruppe für Künstliche Intelligenz und arbeitet hier in den Bereichen Vernetzung, Kommunikation und Kompetenzaufbau.
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Jann Winter (TU München)

Jann Winter studierte Informatik an der Technischen Universität München, nachdem er erste technische Erfahrungen an der Universität Mannheim gesammelt hatte. Parallel zum Studium arbeitete er u.a.--unter anderem bei FINN im Spannungsfeld zwischen Technik und Business. Zudem veröffentlichte er über eineinhalb Jahre einen Podcast zu Gründung und Finanzierung im Startup-Umfeld. Jann Winter ist Mitgründer von OneTutor.
"Onetutor: KI als persönlicher Tutor und zur Erstellung interaktiver Lernumgebungen"
OneTutor ist ein KI-gestütztes Lernsystem, das speziell auf einzelne Lehrveranstaltungen angepasst wird. Studierende führen individuelle Gespräche mit einem digitalen Tutor und erhalten interaktive Quizformate zur Selbstüberprüfung. Lehrende behalten dabei die didaktische Kontrolle und erhalten anonymisierte Einblicke in Verständnisprobleme. Stand 19. Juli wird OneTutor an über 20 Hochschulen von über 11.000 Studierenden genutzt. Dabei wurden über 170.000 Chatnachrichten verschickt, über 270.000 Quizfragen gelernt und mehr als 36.000 KI-generierte Fragen von Professorinnen und Professoren kuratiert.
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Sophie-Charlotte Wolf (Generalzolldirektion – Referat DVI.A.2 – KI-Zukunftszentrum Zoll (KIZZ))

Frau Sophie-Charlotte Wolf ist Leiterin des KI-Zukunftszentrum Zoll (KIZZ) in der Direktion VI „Digitales“ der Generalzolldirektion. Darüber hinaus ist sie federführend am IT-Sicherheitskonzept beteiligt und Mitglied der EU-Fiscalis-Projektgruppe TADEUS, die sich ebenfalls mit IT-Sicherheit beschäftigt. Bevor sie im Januar 2023 zur Zollverwaltung kam, war sie in verschiedenen Positionen an der Hochschule des Bundes, Fachbereich Bundespolizei, in Lübeck tätig: Zwischen 2019 und 2022 arbeitete sie hier als Dozentin für Einsatzrecht sowie öffentliches Dienstrecht, war Ermittlungsführerin in Disziplinarverfahren und juristische Begleitung von Polizeieinsätzen. In dieser Zeit war die Volljuristin auch Autorin eines Lehrbuchs zum Einsatzrecht für die Bundespolizei.
"KIPITZ: KI-Portal der Bundesverwaltung"
KIPITZ dient als Plattform und Portal für Anwendungsfälle, die auf generativer Künstlicher Intelligenz basieren. Es bietet ein standardisiertes, jedoch behörden-spezifisches Portal, das KI-basierte Anwendungen und die dazugehörige KI-Infrastruktur umfasst. Darüber hinaus stellt KIPITZ Integrationsmöglichkeiten über Schnittstellen bereit, sodass Behörden ihre eigenen IT-Lösungen nahtlos an KIPITZ anbinden können. Die Bereitstellung erfolgt entweder on-premises oder über eine Public Cloud. KIPITZ ist zudem für die Verarbeitung von nach VS-NfD eingestuften Daten zugelassen.